In Hermannstadt befindet sich, seit dem 16. Jh. in denselben Räumlichkeiten in der Pempfflingergasse/Pasajul Scãrilor, das älteste Restaurant des heutigen Rumänien, "Butoiul de aur" (Zum Goldenen Fass). Michael der Tapfere in Person, so erzählt die Legende, hat hier nach der Schlacht bei Schellenberg getafelt.
Mehrere Jahrhunderte lang war in der Burgergasse, auf Nummer 11, ein anderes bekanntes Gasthaus, "Zum Weißen Lamm", das aber schon vor hundert Jahren seinen Betrieb einstellte.
Das seinem Standort nach zweitälteste Gasthaus Hermannstadts ist in der Honterusgasse/Al. Papiu Ilarian Nr. 3: "Crama Sibiul Vechi". Mitte des 19. Jhs wird hier ein Weinkeller erwähnt. 1936 hieß die Gaststätte "Thomaskeller" und war ein nobles Speiselokal.
1865 wird im neuangelegten Park am Stadtrand die Restauration "Unter den Erlen" ("Bolta Rece") eröffnet, der wohl bekannteste Sommergarten der Stadt.
1895 wurde im Neubau des Hotels "Römischer Kaiser" das gleichnamige Restaurant eröffnet. Lange Zeit war dieses Lokal eines der elegantesten Rumäniens. Bekannt ist das Restaurant auch für sein Gleitdach, das an Sommerabenden geöffnet wird.
Von den Gaststätten vom Anfang des 20. Jhs wären noch das Restaurant "Kwanka" von Ludwig Kwanka in der Armbrustergasse/Arhivelor Nr. 4 zu erwähnen, mit Salon, Sommergarten und Musikpavillon, und das Waldwirtshaus im Jungen Wald, später "Hanul Dumbrava", heute "Hotel Palace". 1914 eröffnete ein anderes prominentes Restaurant, "Bulevard". |
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Die traditionelle rumänische Küche Siebenbürgens zeigt deutsche und ungarische Einflüsse.
Deshalb bevorzugt die regionale Küche Hühner- und Rindfleischsuppen mit Grieß- oder Mehlknödeln oder hausgemachten Nudeln als Einlage, Grieß-, Kümmel- oder Tomatensuppen.
Die "ciorba", die typische saure Suppe, vor allem die Bohnen-, Kartoffel- oder Salatsuppe, wird hier mit Estragon gewürzt. Ihr säuerliches Aroma erhalten die "ciorbe" durch Essig, Zitronensalz oder Krautbrühe. Für einige Gegenden sind Obstsuppen typisch.
Rumänische Küche
Auch wenn so gut wie alle Gaststätten internationale Küche anbieten, müssen Sie die lokalen rumänischen Spezialitäten probieren.
Die Gerichte sind deftig und schmackhaft, wie es sich für ein Land mit gemäßigt-kontinentalem Klima gehört, wo Obst- und Gemüseanbau dem natürlichen Jahreszyklus folgt.
Schweinefleisch wiegt vor, doch wird auch Rind-, Kalb- und Hühnerfleisch verwendet. Rumänische Spezialitäten sind die "ciorba" (eine gesäuerte Suppe), Gerichte wie die "tochiturã" (eine Art Ragout aus gemischten Fleischsorten) mit "mamaliga" (Maisbrei) oder "sarmale" (pikant gewürzte Krautwickel mit Hackfleischfülle), und die "mititei", kleine hautlose Würstchen mit verschiedenen Gewürzen vom Grill.
Eine Auswahl erlesener rumänischer Weiß- und Rotweine aus den bekannten Anbaugebieten von Murfatlar, Cotnari, Jidvei, Dealu Mare, Odobesti, Valea Calugareascã runden die regionalen und internationalen Speisen ab, während die "tuica", der ortsspezifische Pflaumenschnaps, oft als Digestif getrunken wird.
Auch die örtlichen rumänischen Biersorten sind ausgezeichnet.
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